In Kooperation mit galerie son zeigt CHINA GATE BERLIN in seinen Geschäftsräumen eine Ausstellung zum Thema "Licht". Die Ausstellung präsentiert die außergewöhnlichen Werke sechs asiatischer Künstler aus Korea, Japan und China. Diese Künstler verbindet insbesondere ihr Interesse an dem Spiel von Farbe, Licht und Schatten. Mit einem herrlichen Blick über das abendliche Berlin konnen Sie in eine ungewohnte Welt fernöstlicher Kunst eintauchen.


Die chinesische Künstlerin Sarah HONG wurde in Hong Kong geboren und studierte zwischen 1982 und 1987 an der "Ecole des Beaux Arts" in Aix-en-Provence, Frankreich. Seit 1988 verbrachte sie mehrere Jahre in Südkalifornien, wo sie unter anderem mit der Riggs Gallery und der Porter Troupe Gallery zusammenarbeitete. Ihr künstlerischer Werdegang wurde durch viele Arbeitsaufenthalte im Ausland geprägt. Seit 1987 sind ihre Werke mehrmals in Deutschland und den USA ausgestellt worden.

Sarah Hong verfolgt in ihrer Kunst das Ziel, Klarheit und Einfachheit in Form und Farbe auszudrucken und das Wesentliche abzubilden. Exemplarisch hierfür steht ein neben einigen kleineren Bildern gezeigtes, aus der Werkreihe "Eins" stammendes, grossformatiges Bild, das einen auf einem grünen, bewegten Grund liegenden Querbalken zeigt. Dieser symbolisiert das chinesische Zeichen fur die Zahl Eins. Die Eins bedeutet Anfang und Beginn, das erste Licht, das uns zu Sehenden macht und das Wesen der Dinge erkennen lasst.


Der koreanische Künstler Kwang-Sung Park wurde 1962 in der Hafenstadt Pusan geboren. Er studierte an der Seo Won-Universität in Seoul Kunstpädagogik, besuchte darauf die Hochschule der Künste in Seoul und ging 1991 an die Kunstakademie von Paris. In Paris lebt und arbeitet Park seitdem, außerdem hat er ein Atelier in Essen. Seit 1998 sind seine Arbeiten in Galerien weltweit einem breiten Publikum zugänglich. Park stellte in Seoul, Paris, London, Köln, Essen, Tokio und Toronto aus. 1998 wurde er mit dem Grand Prix des 43. Salon d'Art Contemporain de Montrouge ausgezeichnet.

Menschliche Gesichter, Landschaften, Körperteile und Aktfragmente in den Nichtfarben Schwarz und Weiß, diversen Grautönen, spielend mit Licht und Schatten, bilden den Tenor des Park'schen Werkes. Originellerweise erinnern die ? von feinstem Handwerk zeugenden ? Ölgemälde beim flüchtigen Blick des Betrachters an kunstvolle Fotografien. Als Weltbürger, wie sich Park selbst versteht, sind die Arbeiten geprägt von asiatischer Disziplin und Intensität genau wie von der Leichtigkeit und dem künstlerischen Freiheitsstreben der europäischen Moderne. Kwang-Sung Park steht bei seiner Arbeit nicht einzig im Dialog mit sich und seinem Werk, er steht auch im Dialog mit den Einflüssen seiner asiatischen Heimat und den Impulsen seines europäischen Zuhauses.


Der koreanische Künstler Junggeun OH wurde 1970 in Seoul, Südkorea geboren. Er besuchte die Seoul National Universität, an der er erfolgreich den Bachelor of Fine Art und den Master of Fine Art erwarb. Zwischen 1996 und 2005 war Oh als Lehrer an der Sun-Hwa Hochschule der Künste in Seoul und als Dozent an der Won-Kwang Universität in Iksan tätig. Seit 1996 sind seine Arbeiten mehrmals in Seoul und Berlin zu sehen gewesen.

Oh's Werke orientieren sich an dem Prozess, in dem ein dreidimensionaler Raum - wie zum Beispiel ein Innenhof, der durch mehrere Gebäude umschlossen ist - in eine zweidimensionale Form verwandelt wird. Die Baukörper werden in die Erinnerung versetzt und das Bild, das die vorhandenen Gegenstände ersetzt, tritt als eine Form des Lichtes hervor. Dieses Bild ist selbständig in einem Raum und zeigt sich als eine autonome und perfekte Form. Da diese Form im Allgemeinen regelmäßig und symmetrisch ist, hat sie einfache und uncharakteristische Eigenschaften. Weil sie von klaren Linien umschlossen wird, vermittelt sie darüber hinaus den Eindruck eines Modells.


Die japanische Künstlerin Hiroko KAMOGAWA wurde 1984 in Kobe, Japan geboren. Sie verbrachte einen Großteil Ihrer Kindheit in Tokyo. Nachdem Sie das Gymnasium und die Hochschule in Jiyu abgeschlossen hatte, zog sie nach Großbritannien, wo sie noch immer lebt und arbeitet. Kamogawa machte Ihren Bachelor of Art an der Richmond University nahe London, im Anschluss ihren Master of Arts an der Slade School of Fine Art. An der Richmond University lehrt ist sie gegenwürtig als Junior-Professorin fur Fotografie.

In ihrer Arbeit erforscht Sie den Begriff des dritten Raumes, der eigenen Fragmentation und deren Übertragung.






Der chinesische Künstler Prof. Shan Fan wurde 1959 in Hangzhou geboren. Er studierte zunächst Kalligrafie und traditionelle chinesische Malerei an der Akademie für Bildende Künste in Zhejiang. 1984 zog er nach Hamburg, um dort sein Studium an der Hochschule fur Bildende Kunst fortzuführen. Seit 1998 ist Prof. Shan Fan Direktor des Design-Factory International College of Communication Art and New Media, außerdem ist er seit 2001 Präsident der International School of Communication Design in Beijing. Seine Kunst ist international bekannt, seine Werke wurden unter anderem in Deutschland, China, Rußland, Indonesien und England ausgestellt.

Seine postmodernen Werke verbinden auf wundervoll ästhetische Weise die westliche und östliche Kultur. Unter anderem geschult in der traditionellen Kalligrafie, hebt er die Grenzen zwischen Schrift und Bild auf. Er versucht zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion seiner bikulturellen Wahrnehmung Ausdruck zu verleihen.


Die japanische Künstlerin Takako KIMURA wurde 1974 in Chiba, Japan geboren. Ihr Studium in "Painting" absolvierte sie an der Tokyo National University of Fine Art and Music. Seit 1997 stellt sie ihre Werke international in Einzel- und Gruppenausstellungen aus. Ihre Werke waren unter anderem in der Pepper's Gallery in Tokyo, in der Govett-Brewster Art Gallery, New Zealand und in der Galleria Cadoro 66 in Rom zu sehen.

Für ihre "Stickers-Serie", zu denen auch die hier ausgestellten Collagen "Large Mouse" und "Large Cat" gehoren, wählte sie kleine Aufkleber mit Tiermotiven aus, die jeweils das von ihr erschaffene Objekt darstellen. Sie versucht damit, uns vor Augen zu führen, dass wir alle nur Teil einer gemeinsamen Gesellschaft und einer gemeinsamen Denk- und Verständniskultur sind.





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